Hand aufs Herz: Wir haben alle schon an Buffets gestanden, bei denen die Kartoffeln traurig in lauwarmem Wasser schwammen und das Fleisch eher an Schuhsohlen erinnerte. Das ist genau das Szenario, das mir als Gastgeber im Hotel Till-Moyland nachts Albträume bereitet.

Wenn wir hier in Bedburg-Hau von einem „Gourmetbuffet“ sprechen, dann meinen wir damit kein Abfertigungsband für hungrige Mägen. Es geht um Ästhetik, um den verdammten Respekt vor dem Produkt und – ganz ehrlich – auch um den Spaß am Essen. Ein Buffet muss leben. Es muss dampfen, gut riechen und Sie dazu verleiten, sich den Teller vielleicht ein bisschen voller zu laden, als es der Hausarzt empfehlen würde.

Lassen Sie uns mal Tacheles reden, was Sie bei uns konkret erwartet. Vergessen Sie die Standard-Kantinen-Auswahl. Wir befinden uns hier am Niederrhein, direkt in der Nachbarschaft von Schloss Moyland, und diese Region liefert Zutaten, die man schmecken kann.

Der erste Gang: Mehr als nur Blattsalat

Der Start am Buffet entscheidet oft darüber, ob der Abend kulinarisch gelingt oder „na ja“ wird. Ich beobachte das oft: Gäste schleichen erst mal um die kalten Platten herum, checken die Lage. Wenn da nur Dosenmais und Eisbergsalat liegen, ist die Stimmung im Eimer.

Bei uns setzen wir auf Vielfalt, die knallt. Wir reden hier von Variationen, die Arbeit machen – aber das schmeckt man eben.

  • Fischliebhaber steuern meist direkt die Platten mit dem Räucherlachs an, der nicht einfach aus der Packung gerissen wird, sondern vernünftig mit Sahnemeerrettich und einer leichten Dill-Senf-Note präsentiert wird. Oft haben wir auch geräucherte Forellenfilets dabei – das Fleisch ist zart, nicht trocken.
  • Wer es eher mediterran mag (und wer mag das nicht?), findet bei uns eine Auswahl an Antipasti. Eingelegte Paprika, die noch Biss haben, Champignons in Kräuteröl geschwenkt und getrocknete Tomaten, die geschmacklich richtig Wumms haben. Dazu servieren wir Baguette, Ciabatta und Nussbrot. Das Brot muss beim Brechen knacken. Wenn es sich biegt, kommt es bei uns nicht in den Korb.
  • Natürlich gibt es auch die klassischen Salate, aber eben aufgepimpt mit saisonalen Dressings. Im Herbst vielleicht mit einer Walnuss-Vinaigrette, im Sommer eher Joghurt-Limette.

Ein kleiner Tipp von mir: Lassen Sie beim ersten Gang noch Platz. Ich sehe oft Leute, die sich am Brot sattessen, und das bereuen sie spätestens, wenn sie den Braten riechen.

Der Hauptakt: Heiß, deftig und auf den Punkt

Jetzt geht es ans Eingemachte. Der warme Teil des Buffets ist das Herzstück. Hier zeigt sich, was unsere Küche kann. Anders als bei einem À-la-carte-Gericht in unserem Restaurant, wo der Teller minutiös angerichtet wird, muss das Essen am Buffet auch nach zwanzig Minuten noch perfekt sein. Das ist eine Kunst für sich.

Wir arbeiten viel mit Live-Tranchieren oder kleinen Portionen, die ständig nachgefüllt werden. Nichts ist schlimmer als Gemüse, das seit einer Stunde warmgehalten wird und seine Farbe verloren hat.

Fleisch & Fisch

Am Niederrhein mögen wir es bodenständig, aber raffiniert. Ein Klassiker bei unserem Gourmetbuffet ist oft der Krustenbraten oder ein rosa gebratenes Roastbeef am Stück. Das Fleisch muss saftig sein. Wenn Sie das Messer ansetzen, sollte kein Widerstand spürbar sein. Dazu servieren wir Saucen, die wirklich eingekocht wurden und nicht aus dem Päckchen kommen – eine kräftige Rotweinjus oder eine helle Velouté.

Beim Fisch variieren wir je nach Marktangebot. Zanderfilet auf der Haut gebraten ist so ein Ding, was hier super ankommt. Oder Lachsfilet in einer leichten Weißwein-Dill-Sauce. Wichtig ist mir hierbei: Der Fisch darf nicht „fischig“ schmecken, sondern frisch und klar.

Die Beilagen – die heimlichen Stars

Man unterschätzt die Beilagen oft. Aber ganz ehrlich: Ein perfektes Kartoffelgratin ist manchmal besser als jedes Stück Fleisch. Unser Gratin hat diese leicht gebräunte Käsekruste, um die sich am Tisch manchmal gestritten wird. Dazu gibt es saisonales Gemüse – Spargel im Frühling, deftiger Kohlgemüse im Winter oder knackige Bohnen im Speckmantel.

Und ja, wir denken auch an die Vegetarier. Es ist 2024, da reicht es nicht mehr, einfach das Fleisch wegzulassen. Wir bieten kreative vegetarische Alternativen, wie hausgemachte Ravioli mit Füllung oder Gemüseaufläufe, die so würzig sind, dass auch die Fleischesser neidisch rüberschauen.

Das Finale: Süßes für die Seele

Nach dem Hauptgang sind die meisten eigentlich satt. Eigentlich. Aber dann geht man doch noch mal „nur gucken“, was beim Dessert steht. Und zack, steht man mit einem Schälchen Mousse au Chocolat da.

Wir machen keine halben Sachen.

  • Die Mousse (weiß und braun) wird im Haus aufgeschlagen. Luftig muss sie sein, nicht so ein fester Klumpen.
  • Oft gibt es eine Runde Rote Grütze mit Vanillesauce – das ist hier in der Region einfach Kult.
  • Wer es nicht so süß mag, greift zur Käseauswahl. Wir achten darauf, dass da nicht nur Gouda liegt, sondern auch mal ein kräftiger Brie oder ein Blauschimmelkäse, garniert mit Trauben und Nüssen.

Wann lohnt sich das Gourmetbuffet?

Das Buffet ist nicht immer verfügbar, sondern meistens an festen Terminen oder für geschlossene Gesellschaften. Es ist die perfekte Lösung, wenn Sie eine Gruppe sind, bei der die Geschmäcker auseinandergehen.

Stellen Sie sich vor, Sie planen eine Familienfeier. Tante Erna isst kein Fleisch, der Onkel will aber unbedingt Braten, und die Kinder wollen eigentlich nur Nudeln. Wenn Sie da À-la-carte bestellen, dreht die Küche durch und das Essen kommt zeitversetzt. Beim Buffet stehen alle gleichzeitig auf, holen sich was sie wollen, und die Stimmung bleibt entspannt.

Gerade für Hochzeiten oder größere Geburtstage ist diese Form des Essens ein echter „Eisbrecher“. Die Leute kommen am Buffet ins Gespräch („Oh, probier mal den Lachs!“), man sitzt nicht stundenlang steif auf seinem Stuhl.

Auch im geschäftlichen Rahmen, etwa nach Konferenzen und Seminaren, die wir hier oft ausrichten, ist das Buffet Gold wert. Nach acht Stunden Powerpoint-Präsentationen will niemand mehr zwanghaft auf ein 3-Gänge-Menü warten. Man will essen, netzwerken, vielleicht ein Bier trinken und den Tag ausklingen lassen.

Ein Wort zu den Getränken

Das beste Essen nützt nichts, wenn der Wein nicht passt. Wir haben eine Weinkarte, die sich sehen lassen kann, ohne dass Sie gleich einen Kredit aufnehmen müssen. Unsere Servicemitarbeiter (viele sind schon ewig hier) wissen genau, welcher Grauburgunder zum Fisch passt oder welcher Rote dem Braten standhält. Fragen Sie einfach. Wir beißen nicht, wir schenken nur ein.

Kombinationsmöglichkeiten

Viele unserer Gäste verbinden das Schlemmen mit einem Kurzurlaub. Erst eine Runde durch den Wellnessbereich, vielleicht ein paar Bahnen schwimmen oder in die Sauna, damit der Hunger auch wirklich groß genug ist, und abends dann ans Buffet. Das ist so ein typischer Ablauf hier am Wochenende. Danach rollt man quasi nur noch ins Bett in einem unserer Zimmer. Glauben Sie mir, besser schlafen geht kaum.

Reservierung und Verfügbarkeit

Da unser Gourmetbuffet sehr beliebt ist (und das ist kein Marketing-Spruch, fragen Sie die Einheimischen), sollten Sie rechtzeitig reservieren, besonders an Feiertagen oder wenn wir spezielle Themenabende haben. Nichts ist ärgerlicher, als hungrig in der Lobby zu stehen und zu hören, dass alles voll ist.

Rufen Sie uns am besten direkt an oder nutzen Sie das Kontaktformular. Falls Sie Allergien haben oder spezielle Wünsche (vegan, glutenfrei), sagen Sie das bitte *vorher*. Unsere Küche zaubert gerne Alternativen, aber wenn die Hütte voll ist und Sie erst am Buffet Bescheid geben, wird es stressig für alle Beteiligten. Mit ein bisschen Vorlauf kriegen wir fast alles hin.

Wir freuen uns darauf, Sie bei uns im Hotel Till-Moyland bewirten zu dürfen. Guten Appetit!